Behandlung mit Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist das stärkste in der Natur vorkommende Gift. Therapeutisch wurde es erstmals in den 70er Jahren vom Augenarzt A.B. Scott (San Francisco) eingesetzt, seit 1982 wird es in zunehmendem Maße bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen ( Dystonien, Spasmus hemifacialis u.a.) angewandt.Es blockiert die Freisetzung des Botenstoffes Azetylcholin, welches zur Kontraktur von Muskelfasern erforderlich ist. Diese Behandlung wird überwiegend von Dr. Kaltenmaier in der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg durchgeführt, da dort noch bessere Möglichkeiten der optimalen Behandlung dieser sehr speziellen Erkrankungen bestehen.
Botulinumtoxin schwächt  vorübergehend die injizierten  Muskeln und führt dadurch zu einer „Entkrampfung“ überaktiver Muskeln. Es wird direkt in den betroffenen Muskel oder unter die Haut (subcutan) gespritzt. Bei starkem umschriebenen Schwitzen erfolgt die Injektion in die Haut (intracutan).
Die Wirkung tritt üblicherweise nach 7-10 Tagen ein und hält in der Regel 3 Monate an. Danach sind in regelmäßigen Abständen Wiederholungsinjektionen erforderlich, wobei eine optimale Anpassung der Dosis erfolgt. Nebenwirkungen sind selten und immer vorübergehend. 

Folgende Erkrankungen werden in unserer Praxis behandelt:

  • Lidkrampf (Blepharospasmus)
  • Muskulärer Schiefhals (Zervikale Dystonie)
  • Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur (Spasmus hemifacialis, Meige- Syndrom)
  • Lokale Armspastik und Spastik-bedingte Schmerzen nach Schlaganfall

Für weitere Indikationen sprechen Sie bitte Dr. Kaltenmaier direkt an.

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